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Götz W. Werner (Hrsg.)

Wirtschaft - das Füreinander-Leisten

(Schriften des Interfakultativen Instituts für Entrepreneurship des Karlsruher Instituts für Technologie ; 11)

AutorWerner, Götz W. (Hrsg.)

VerlagUniversitätsverlag Karlsruhe, Karlsruhe

ISBN9783937300351

Umfang19 S.

Veröffentlicht
am:
13.12.2004

Erscheinungs-
jahr
2004

Verfügbarkeit04

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Für Zitate bitte die folgende URL verwenden:
http://dx.doi.org/10.5445/KSP/1000001106

Abstract

Ein nicht zur Erkenntnis gewandeltes Erfahrungswissen ist notwendigerweise ein Wissen aus Vergangenheit. Der Homo Oeconomicus, der den eigenen Vorteil und das eigene Glück verfolgt, ist das innere Bild, an dem sich das Wirtschaften noch heute allzu oft orientiert. Das bloße Für-sich-Leisten kann nicht das einzige Grundprinzip sein, aus dem künftiges Unternehmertum zu entwickeln ist. Jegliche unter dem Prinzip der Arbeitsteiligkeit geleistete Arbeit ist eine Leistung für andere.
Dem Unternehmertum kommt die Initialkraft zur Weiterentwicklung der Wirtschaft zu. Der Perspektivenwechsel vom Für-sich-Leisten zum Füreinander-Leisten ist kein leeres Gedankenspiel. Die Menge alle dessen, was heute angeboten wird, haben die Produzenten für die Verbraucher produziert - nicht für sich selbst. Volkswirtschaft ist organisiertes Füreinander-Leisten. Betriebswirtschaft ist das organisierte Miteinander-Füreinander-Leisten. Wenn es geling, das betriebliche Miteinander funktional zu praktizieren, wirkt es ganz von selbst ins Bewusstsein zurück. Die Haltung des Einzelnen zur Arbeit schließt immer auch eine Haltung zum Menschen ein. Die Aufgabe des Unternehmers besteht vor allem darin, in seinen Mitarbeitern den selbstbestimmten Menschen anzusprechen. Die Kultur eines Unternehmens kann unmittelbar zur allgemeinen Kultur fruchtbar beitragen. Sehe ich den Mitarbeiter nur als Kostenfaktor oder ermögliche ich ihm mit der Bezahlung, seinen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten? Ein Unternehmen zu führen heißt in erster Linie, Bewusstsein zu führen. Die Ur-Tätigkeit des Unternehmers ist ein ständiges Aufgreifen und Verwandeln. Nur der Eros der selbst ergriffenen Aufgabe kann den Unternehmer beflügeln, etwas aufzugreifen und zu verwandeln: Unternimm dich selbst, unternimm für andere, unternimm die Zukunft.